VIA OPERA wurde 2024 von Alexandra Matloka, Ellen Halikiopoulos, Anna Borodina und Michael Pinsker gegründet.
VIA OPERA sucht neue Wege, klassisches Musiktheater originell, kreativ und provokant darzustellen:
- Auswahl der Stücke – VIA OPERA beschäftigt sich nicht nur mit den “Schlagern” des Musiktheaters, sondern auch mit weniger bekannten Stücken (inklusive vergessene Stücke des Musiktheaters auf Deutsch), die sich heute als besonders aktuell erweisen
- Form des Theaters – VIA OPERA entwickelt alternative Formen, um ein neues Publikum für das Musiktheater zu gewinnen. Aufführungen im Genre des Improvisationsstheaters, bei dem das Publikum in die Handlung eingebunden wird, Mischungen von Oper und Schauspiel, sowie neue Verbindungen von Oper und Tanz sind einige Beispiele
- Medien zur Vermittlung – VIA OPERA verwendet neue Medien und Technologien wie zum Beispiel Video, Animation, und KI, um die Bühnensprache des Musiktheaters attraktiver, spannender und relevanter für die heutige Zeit zu machen.
ALEXANDRA MATLOKA, Sopran

Alexandra Matloka ist eine dramatische Sopranistin aus der Normandie. Sie entdeckte die Oper durch den
amerikanischen Tenor Bruce Brewer, bei dem sie 2003 ihre Gesangsausbildung begann.
Ihr professionelles Debüt gab sie 2012 im Chor der Oper von Dijon und im Ensemble Pygmalion von Raphaël Pichon. Ihre erste Rolle als Solistin verkörperte sie 2013 an der Oper von Nancy, wo sie die Yvette in Puccinis Oper “La Rondine” unter der Leitung von José Cura sang. Von 2014 bis 2016 bildete sie sich insbesondere bei dem Bariton Bernd Weikl in Hamburg weiter, ab 2019 dann bei der Sopranistin Linda Watson in Wien. Sie nahm außerdem an Meisterkursen von Soile Isokoski, Krassimira Stoyanova und Siegfried Jerusalem teil.
Seit ihrem Debut konnte man Alexandra Matloka regelmäßig bei verschiedenen Konzerten in Frankreich, Deutschland und Österreich hören; insbesondere sang sie 55 Mal die Mimi in Puccinis “La Bohème” in mehreren Pariser Theatern. Zuletzt interpretierte sie in Wien Rollen wie die Nancy in Flotows Oper “Martha” und den Prinzen Orlowsky in der Operette “Die Fledermaus” von Johann Strauß.
2023 schloss sich Alexandra mit der Pianistin Hélène Jeanney zu einem Duo zusammen. Gemeinsam bieten sie Konzerte mit französischen, deutschen und italienischen Liedern aus dem 19. Jahrhundert an und laden das Publikum zu einer musikalischen Reise durch die schönsten Werke dieses Repertoires ein.
Im Jahr 2025 gründete sie gemeinsam mit der Sopranistin Ellen Halikiopoulos, der Regisseurin Anna Borodina, und dem Bariton Michael Pinsker das Opernensemble Via Opera in Wien. Das erste Projekt rund um Mozarts Oper “La clemenza di Tito” wird dem Wiener Publikum demnächst präsentiert.
ELLEN HALIKIOPOULOS, Sopran

Ellen Halikiopoulos studierte klassischen Gesang und Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Elisabeth Berry-Flechl, Annamaria Rott und Peter Barcaba. Vor allem ihre Liebe zur Operette lebt sie seit dem Abschluss des Operettenlehrgangs bei Wolfgang Dosch an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien in unterschiedlichsten Operettenrollen auf der Bühne aus. Sei es als Rosalinde in „Die „Fledermaus“, als Gräfin Zedlau in „Wiener Blut“, Hanna Glawari in F. Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ oder als Kurfürstin in C. Zellers „Der Vogelhändler“. In Wien war sie zuletzt auch in dem zwei Personen Musical „Die Verführerin“ von Paul Hertel zu sehen. Neben ihrer Unterrichtstätigkeit steht sie als Gesangssolistin mit Big Bands, Orchestern und Bands regelmäßig auf der Konzertbühne. In ihrem Soloprojekt brachte sie, begleitet von der Pianistin Sara Tahmasebi, zeitgenössische Lied-Kompositionen von Peter Barcaba zur Uraufführung.
ANNA BORODINA, Regisseurin

Anna Borodina wurde in Westsibirien (Russland) geboren. Sie studierte Musiktheaterregie an der Russischen Universität für Theatralische Kunst (GITIS) in Moskau bei Prof. George Isaakyan und an MDW in Wien bei Prof. Beverly Blankenship. In 2017 hat sie den Wettbewerb für junge Regie von Mariinski Theater, Sankt Petersburg gewonnen. In 2019 war sie die Finalistin von Nano-opera, dem internationalen Wettbewerb für junge Opernregiesseure (TV Kultura Fernsehen / “Helikon-opera” Theater, Moskau). In 2020 arbeitete sie als Regieassistentin am Mariinski Theater, Sankt Petersburg.
Zu eigenen Inszenierungen gehören die zahlreichen Opern – «Cosi fan tutte» von W. A. Mozart (Musikverein, 2024), «Le nozze di Figaro» von W. A. Mozart und «Mondo Novo» von P. Richards (beide – VSMF, 2022), «Martha» von F. von Flotow, «Lucia di Lammermoor» von G. Donizetti, «Bastien und Bastienne» von W. A. Mozart, «Abu Hassan» von C. M. von Weber (alle – Oper in der Krypta Wien, 2017 – 2024), «Rita» von G. Donizetti (MDW, 2016); Operetten – «Die Fledermausine» von J. Strauss, «Die Dollarprinzessin» von L. Fall, «Der fliegende Rittmeister» von H. Dostal, «Der Vogehändler» von C. Zeller, «Die Fledermaus» von J. Strauss (alle – Ensemble Operattee, 2019 – 2024); Konzerte und halbszenische Projekten – Konzerte von JET Theater an der Wien (Wiener Kammeroper, 2018), «Der Karneval der Tiere» von C. Saint-Saens (Mariinksi Theater, 2018).
MICHAEL PINSKER, Bariton

Michael Pinsker wurde in Tübingen geboren und lebt heute in Wien. Der Bariton studierte zunächst Gesang am Konservatorium in Paris, wo er nach seinem erfolgreichem Abschluss weiter Unterricht bei Malcolm King nahm. Seither konnte er seinen Erfahrungsschatz im Zuge zahlreicher Meisterkurse bei KS Linda Watson, KS Franz Grundheber, KS Bernd Weikl, KS Helen Donath, KS Krassimira Stoyanova, Dame Felicity Lott, Alessandro Corbelli, Pietro Spagnoli, und Bruce Brewer erweitern.
Der Künstler hat in den letzten Jahren zahlreiche Rollen des Operettenrepertoires auf der Bühne interpretiert, so beispielsweise Fürst von Ypsheim-Gindelbach (Wiener Blut / Strauss), Baron Zeta (Die lustige Witwe / Lehár), Frosch, Frank, Blind, und Orkofska (Die Fledermaus / Strauss), Senator Delaqua (Eine Nacht in Venedig / Strauss), Würmchen und Schneck (Der Vogelhändler / Zeller), und Jupiter (Orphée aux Enfers / Offenbach). Im Opernrepertoire verkörperte er unter anderem in die Rollen des Grafen Almaviva (Le nozze di Figaro / Mozart), Escamillo (Carmen / Bizet), Raimondo (Lucia di Lammermoor / Donizetti), Le Marquis de la Force (Dialogues des Carmélites / Poulenc), Colline (La Bohème / Puccini), Angelotti (Tosca / Pucccini), und Zurga (Les Pêcheurs des Perles / Bizet). Michael Pinsker ist auch als Konzertsänger aktiv, wie in den Requiems von Fauré, Brahms oder Mozart, dem Stabat Mater von Dvořák, dem Messias und dem Dixit Dominus von Händel, der Johannespassion und dem Weihnachtsoratorium von Bach, der Messa di Gloria von Puccini, der Erste Walpurgisnacht von Mendelssohn, der Messe in C moll von Schumann. Er ist außerdem auch regelmäßig bei Liederabenden zu hören; insbesondere mit seinem Lieblingszyklus Winterreise (Schubert), und im französischen Repertoire den Mélodies von Ravel (Chansons madécasses, Histoires naturelles).